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CBD vs. THC – Worin liegen die Unterschiede?

CBD vs. THC – Worin liegen die Unterschiede?

Beide Wirkstoffe lassen sich aus der weiblichen Hanfpflanze gewinnen. Einer davon gewinnt immer mehr Aufmerksamkeit, weil er die Gesundheit fördern kann. Der andere hat längst alles in Verruf gebracht. Die Rede ist von CBD und THC. Laien werfen diese beiden Begriffe gern in einen Topf und haken sie als schädlich ab. Sie würden grundsätzlich zu einem Rausch führen. Doch das schlechte Image vom Cannabidiol (CBD) ist absolut ungerechtfertigt. Was wir gern im Detail erklären möchten.

Eine kurze Begriffserklärung

Zunächst ist uns die Unterscheidung der beiden Begriffe wichtig. Wer sich noch nie damit beschäftigt hat, verwechselt die beiden Substanzen schnell:

CBD: Die Abkürzung für „Cannabidiol“, welches aus der weiblichen Hanfpflanze gewonnen werden kann. Es dockt im sogenannten Endocannabinoid-System an, wo die Aufnahme über bestimmte Rezeptoren stattfindet. Dort kann CBD diverse positive Effekte auf den menschlichen Körper ausüben. Die Einnahme erfolgt über CBD-Öl bzw. -Tropfen. Ebenso ist der Verzehr von Cannabis-Blüten denkbar.

THC: Ebenfalls in der Hanfpflanze enthalten, kann es durch Inhalation eine berauschende Wirkung erzielen. Zeitgleich setzt eine gewisse Entspannung ein. Jedoch geht dabei der Verlust zur Realität verloren und THC kann eine Abhängigkeit hervor rufen. Die Gefahren durch den Konsum überwiegen die Vorteile bei Weitem.

Beide Substanzen zählen zu den Cannabinoiden, von denen es mehr als 100 Varianten gibt. Allerdings haben THC sowie CBD die größte Aufmerksamkeit auf sich gezogen. Sowohl in der Forschung als auch bei den Konsumenten. Weil sie jedoch so unterschiedlich wirken, ist eine strenge Trennung der Begrifflichkeiten angebracht.

Was CBD und THC unterscheidet

Beide Substanzen werden aus der Hanfpflanze gewonnen und kommen am stärksten in den Trichomen vor. Besser gesagt sind es jene Tröpfchen, welche von diesen abgesondert werden. Vereinfacht ausgedrückt: Die Blüten einer vom Hanf sind am wertvollsten! Ähnlich dem Harz eines Baumes, erfüllen diese Tröpfchen eine schützende Wirkung. Außerdem minimiert die Hanfpflanze somit den Wasserverlust.

Das war es dann auch mit den Gemeinsamkeiten, die wir nicht weiter in den Mittelpunkt stellen wollen. Unter dem Mikroskop ist zu erkennen, dass CBD über einen offenen Kohlenstoffring verfügt. Eine weitere Besonderheit ist sein relativ großes Vorkommen im Nutzhanf. Verglichen mit anderen Cannabinoiden, lässt sich CBD und vergleichsweise großen Mengen gewinnen.

THC sowie CBD docken an die Cannabinoid-Rezeptoren CB1 und CB2 an. Wobei CBD eine nur sehr schwache Bindung eingeht. Dennoch ist es im Stande, den Körper positiv zu stimulieren. Weshalb Forscher davon ausgehen, dass andere Rezeptoren hauptsächlich für die bekannten Effekte verantwortlich sind. Denkbar wäre eine Herangehensweise über TRPV1 und 5-HT1A. Allerdings ist hierfür noch weitere Forschung notwendig.

Eine andere These nimmt Bezug auf das Enzym FAAH. Bei diesem soll CBD eine hemmende Wirkung erzielen und somit die Menge der körpereigenen Cannabinoide erhöhen. Vermutlich spielen sogar noch weitere, bislang unbekannte Mechanismen wichtige Rollen. Mit diesen ließen sich dann die positiven Auswirkungen noch besser erklären.

Gründe für den Hype um CBD

Obwohl erst teilweise erforscht, besteht ein großes Interesse am Cannabidiol. Dabei steht für den Konsumenten jeweils ein oder zwei spezielle Vorteile im Mittelpunkt. CBD kann Entzündungen hemmen und antioxidativ wirken. Manche verwenden es gezielt in Stresssituationen und um ihre Ängste zu lösen.

Manche Facharbeiten gehen auf seine antikonvulsive Wirkung ein. CBD steht im Verdacht, die Wahrscheinlichkeit für einen epileptischen Anfall zu reduzieren. Ebenso werden Chancen in der Minimierung von psychotischen Symptomen gesehen. Zum Beispiel gegen Wahnvorstellungen, Halluzinationen oder einfach nur Konzentrationsschwäche. Die neuroprotektive Wirkung von CBD ist in jedem Fall einen Blick wert. Sei es für private Konsumenten oder als eine Therapie-Möglichkeit unter professioneller Aufsicht.

Es ist seine enorme Vielseitigkeit, welche CBD so wertvoll für den Menschen macht. Es bestehen sogar Anzeichen dafür, dass eine Linderung von Parkinson, Alzheimer und multipler Sklerose möglich ist. Allerdings braucht es hier noch viel mehr Forschung, um die Effizienz bei den Behandlungen zu steigern.

CBD darf nicht überschätzt werden

Nun sind das vielversprechende Aussichten für Patienten mit leichten bis chronischen Beschwerden. Vorsicht ist jedoch angebracht, weil mit CBD manchmal übertrieben geworben wird. Es versteht sich nicht als Wundermittel gegen alles und sollte ebenso wenig frei nach persönlichem Empfinden dosiert werden.

Enttäuschung macht sich breit, wenn der gewünschte Effekt dann doch nicht eintrifft. Was zwei Gründe haben kann. Entweder war es ein falsches Versprechen, welches wissenschaftlich nicht nachgewiesen wurde. Böse Zungen würden es „Quacksalberei“ nennen. Zum anderen lag die Dosierung womöglich zu niedrig, um die vorgestellte Wirkung zu erzielen. In vielen Studien wird den Probanden eine erheblich größere Menge CBD gegeben. So viel, wie es nicht als Verzehrempfehlung auf den Packungen aufgedruckt steht.

THC in der Medizin

Die Dosierung spielt beim THC ebenso eine wesentliche Rolle. Außerdem ist es nicht nur für seine berauschende Wirkung bekannt. Tatsächlich findet die Substanz Tetrahydrocannabinol ihre Anwendung im medizinischen Bereich. Statt den Fokus immer nur auf die psychoaktive Wirkung zu lenken, sollte mehr über den pharmakologischen Nutzen von THC gesprochen werden. Untermauert wird die durch einige Dutzend anerkannter Studien, welche bis zum heutigen Tag erschienen sind.

Wie schon erwähnt, rücken dabei die Cannabinoid-Rezeptoren CB 1 und CB 2 in den Mittelpunkt. THC geht mit diesen eine Verbindung ein, welche durchaus einen Nutzen erfüllt. Doch wie gesagt, die Anwendung sollte nur von fachkundigen Medizinern empfohlen und betreut werden. Dann kann THC Schmerzen, Juckreiz sowie Entzündungen lindern. Ferner sind eine Sedierung sowie das Anregen des Appetits damit möglich.

THC entwickelt seine Wirkung mit besonders hoher Effizienz, wenn es mit einem Verbund an ähnlichen Stoffen verabreicht wird. Die Empfehlungen laufen also in Richtung eines vollständigen Extraktes aus der Hanfpflanze, um den bestmöglichen Effekt zu erzielen.

Nebenwirkungen von CBD und THC

Trotz ihres hohen Potentials, bleiben THC und CBD nicht frei von Nebenwirkungen. Auch hier ist ebenso die Dosierung sowie Häufigkeit der Anwendung relevant. Doch wenn einige der nachfolgenden Symptome festgestellt werden, sollte die Rücksprache mit einem Arzt umgehend erfolgen. Bis dahin ist die Einnahme zu unterlassen.

Mögliche Nachteile vom CBD-Konsum sind:

  • Durchfall
  • Müdigkeit
  • Fieber
  • Krämpfe
  • Appetitlosigkeit
  • Schlechte Leberwerte

Diese Nebenwirkungen treten sehr selten auf und sind stark von der Dosierung abhängig. CBD bleibt für die meisten Anwender nebenwirkungsfrei. Dennoch sollten diese Anzeichen bekannt sein, um im Zweifelsfall angemessen reagieren zu können.

Dasselbe gilt für THC. Wobei wir erneut darauf verweisen, dass es nur unter medizinischer Aufsicht eingenommen werden sollte. Die möglichen Nebenwirkungen von THC sind wahrscheinlicher und zum Teil gravierender:

  • Verlust der Wahrnehmung von Raum & Zeit
  • Löst mitunter Angstzustände aus (bis hin zu Panikattacken)
  • Teilweise Verlust des Gedächtnisses
  • Benommenheit und Schwindel
  • Erhöhter Puls
  • Stark entspannte Muskeln (bis zum Kontrollverlust)
  • Risiko für Schizophrenie steigt

Viele Nebenwirkungen vom THC verschwinden, sobald die Substanz vom Körper abgebaut ist. Die angenehmen Vorteile treten schon bei kleinsten Mengen ein. Unerfahrene Anwender neigen jedoch häufig zum Überkonsum.

Fazit: THC & CBD haben ihre Daseinsberechtigung

Unter dem Mikroskop sind sich die beiden Substanzen sehr ähnlich. THC ist vor allem für seine berauschende Wirkung bekannt. Allerdings hat die Forschung einige medizinische Anwendungsbereiche dafür gefunden. CBD wiederum löst keinen Rausch aus, sorgt aber sehr wohl für einen entspannten Körper und Geist.

Wichtig: Wer sich für CBD und/oder THC interessiert, sollte dies mit seinem Arzt besprechen. Parallel dazu ist der rechtliche Rahmen für den Konsum zu klären. Außerhalb einer medizinisch angeordneten Behandlung, kann es bei stark Dosierten Präparaten zu Problemen kommen.

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