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Cannabidiol (CBD) – Alles Hanf oder was?

Cannabidiol (CBD) – Alles Hanf oder was?

Eine Hanfpflanze enthält einige Dutzend verschiedene Cannabinoide. Am bekanntesten sind THC (wegen seiner berauschenden Wirkung) sowie CBD. Letzteres ist die Abkürzung für „Cannabidiol“ und soll heute im Zentrum unseres Ratgebers stehen. Denn in den vergangenen Jahren wurde sehr viel mit CBD geforscht. Was sicher dazu beigetragen hat, dass es immer häufiger für medizinische Zwecke und den privaten Gebrauch genutzt wird.

Daraus hat sich eine boomende Industrie mit diversen Produkten entwickelt. Doch was genau ist dieses Cannabidiol? Für wen eignet es sich und wie wird es angewendet? Darauf gehen wir in den nächsten Abschnitten schrittweise ein.

Wie lässt sich Cannabidiol gewinnen bzw. ernten?

Die Erfolgsgeschichte vom Nutzhanf zählt mittlerweile einige Jahrhunderte. Ob für Seile, den Hausbau, um sich Kleidung daraus zu fertigen oder neuerdings im Einsatz für die Gesundheit. Seine zahlreichen Anwendungsgebiete haben ihm eine hohe Beliebtheit beschert. Mit zunehmenden Erkenntnissen aus der Wissenschaft, lässt er sich noch vielfältiger und effizienter verwenden.

Lange Zeit ließ sich seine Wirkung auf die menschliche Gesundheit nur bedingt erklären. In den letzten Jahren kamen interessante Fakten dazu. Doch die Forschung ist weiter dabei, dieses ganz besondere Cannabinoid zu ergründen.

Die höchste Konzentration von CBD finden wir in den Blüten der Hanfpflanze. Teilweise sind ebenso nennenswerte Mengen in deren Blättern enthalten. Geerntet wird dennoch die gesamte Pflanze. Der gezielte Anbau benötigt vor allem viel Licht sowie Wasser, aber auch das richtige Medium (Erde o.Ä.). Dann kann bereits nach wenigen Wochen das Cannabidiol aus der Hanfpflanze gewonnen werden.

Wie wirkt CBD beim Menschen?

Im Gegensatz zum THC, erzeugt CBD keinen Rausch der einem die Sinne vernebelt. Stattdessen stimuliert die Substanz unser Endocannabinoid-System auf positive Weise. Manche Erkenntnisse gelten als weitestgehend gesichert, bei anderen ist noch weitere Forschung notwendig.

Bei gesundheitsbezogenen Aussagen ist jedoch Vorsicht walten zu lassen. Solange diese nicht seitens der Behörden bestätigt sind, darf damit nicht geworben werden. Deshalb sind die nachfolgenden Wirkungsweisen als theoretisch möglich zu verstehen. Gemäß der Health Claims Verordnung wagen wir uns dabei nicht zu weit aus dem Fenster und bitten jeden Leser, sich bei Interesse mit der Studienlage zu beschäftigen.

CBD bei alltäglichen Problemen

Medizinisches Cannabis ist schon seit einigen Jahren erhältlich. Allerdings müssen Ärzte zuvor alle anderen Behandlungsmöglichkeiten ausgeschöpft haben. Trotzdem ist die Zahl der Abnehmer nicht gerade klein. Ganz im Gegenteil, denn sie scheint weiter zu wachsen.

Chancen bestehen bspw. in der Linderung von Angstzuständen sowie Schlaflosigkeit. CBD erzielt eine beruhigende Wirkung auf den menschlichen Organismus. Bei regelmäßiger Einnahme geht Nervosität zurück. Wobei die Wirkung stets subjektiver Natur ist. Manche spüren sie sehr stark, andere nur wenig bis gar nicht. Hier spielt auch die gewählte Dosierung hinein. Die beruhigende Wirkung steht also soweit fest, wird aber unterschiedlich von den Patienten wahrgenommen.

Cannabidiol gegen ernsthafte Erkrankungen

Die Vielseitigkeit von CBD beginnt damit erst. Manche Therapeuten verwenden entsprechende Präparate bei Depressionen. Wenn sie anschlagen, sind die möglichen Nebenwirkungen deutlich geringer im Vergleich zu herkömmlichen Medikamenten. Wer also stark unter Stress steht oder sogar an Depressionen leidet, hat hier womöglich eine tolle Alternative gefunden.

Darüber hinaus ist Cannabidiol für seine entzündungshemmenden sowie schmerzlindernden Eigenschaften bekannt. CBD-Tropfen sind einen Versuch bei Kopfschmerzen, Migräne, Rheuma und Rückenschmerzen einen Versuch wert. Sogar Patienten mit Arthrose und so manchen Allergien soll das Cannabinoid schon geholfen haben. Im Netz lassen sich dazu diverse positive Erfahrungsberichte nachlesen. Nicht immer werden diese Erkenntnisse schon von wissenschaftlichen Studien gedeckt. Deshalb hilft im Zweifelsfall nur der Selbstversuch.

Das erwähnte Endocannabinoid-System ist sehr komplex und wir verstehen noch nicht alles darüber. Es ist aber definitiv spannend, weil sich darüber alternative Lösungsansätze ausprobieren lassen. Cannabinoide aus der Hanfpflanze ähneln den gleichnamigen Stoffen, welche unser Körper selbst produzieren kann. Diese wiederum nehmen Einfluss auf diverse Organe und Funktionen des Stoffwechsels. Weshalb viele positive Wirkungen durch die CBD-Einnahme denkbar sind.

Allerdings versteht sich Cannabidiol nicht als Wundermittel. Außerdem wird die Intensität seiner Wirkung von diversen Faktoren beeinflusst:

  • Alter & Körpergewicht
  • Beschwerden & Vorerkrankungen
  • Dosierung vom CBD
  • Häufigkeit der Einnahme
  • Parallel verordnete Medikamente
  • Genetik
  • Die Aufnahmefähigkeit vom Darm
  • Ggf. Umweltfaktoren

Einnahme und Anwendung von CBD

Das medizinische Cannabis lassen wir hier außen vor. Es ist nur über den Arzt zu beziehen und dann fast immer als Tabletten. Allerdings schreitet die Legalisierung von Cannabis voran. Deshalb lassen sich für den privaten Gebrauch immer öfter entsprechende CBD-Produkte bestellen. Wir bitten trotzdem darum, sich vorab über die geltenden Rechtsvorschriften zu informieren.

CBD-Öl: Am einfachsten anzuwenden ist Cannabidiol als Öl. Die Tropfen verfügen über eine gleichbleibende Konzentration und sind dadurch anwenderfreundlich. Es gibt CBD-Tropfen mit 5%, 10%, 15% und 20% zu kaufen. Das Öl wird in der vorgeschriebenen Menge in den Mund gelegt. Einige Anwender lassen es dort kurz verweilen, andere schlucken es sofort herunter.

CBD-Blüten: Die zweite mögliche Darreichungsform sind die Blüten der Hanfpflanze selbst. Hier ist ein Aufguss als Tee sowie die Inhalation bei Verdampfung denkbar. Allerdings fällt die Dosierung nicht so leicht wie beim Öl. Daher empfehlen wir CBD-Blüten nur für erfahrene Anwender.

Wie viel CBD-Öl pro Tag ist empfehlenswert?

Der Großteil aller Konsumenten entscheidet sich demnach für das CBD-Öl. Eine offizielle Verzehrempfehlung seitens der Regierung fehlt hierzu noch. Deshalb ist den Angaben des jeweiligen Herstellers zu folgen. Schon allein wegen der unterschiedlichen Konzentrationen in den Flaschen, ist eine allgemeingültige Empfehlung schwierig.

Hinzu kommt, dass jeder Mensch seine persönlichen Ziele mit CBD verfolgt. Auch dadurch variiert der Bedarf, um den gewünschten Effekt zu erzielen. Und wie bereits erwähnt, kann er auch gänzlich ausbleiben. Es ist also ratsam, mit einer kleinen Dosierung zu beginnen und sich dann schrittweise zu steigern. Hier sind eigene Erfahrungswerte zu machen, um sich ein Urteil über die Wirkung von CBD machen zu können.

Mögliche Nebenwirkungen vom CBD

Durch eine hochwertige Herstellung sowie sachgemäße Dosierung, sind Nebenwirkungen nach der CBD-Einnahme weitestgehend ausgeschlossen. Es wäre jedoch gelogen, diese Substanz als komplett nebenwirkungsfrei zu beschreiben.

Wir finden es daher richtig, für die möglichen Folgen zu sensibilisieren. Eine Überdosierung von CBD kann zur Folge haben:

  • Müdigkeit
  • Benommenheit
  • Trockener Mund
  • Niedriger Blutdruck
  • Übelkeit & Erbrechen

Liegt die Vermutung nahe, dass die CBD-Einnahme die Ursache für die genannten Symptome ist, gilt es sofort zu pausieren.

Wir müssen ebenso zu bedenken geben, dass sich unerwünschte Wechselwirkungen mit Medikamenten ergeben können. Insbesondere bei Blutgerinnern, Schmerzmitteln, Säurehemmern sowie Neuroleptika ist die Einnahme vorher mit dem Arzt zu besprechen.

Manchmal kommt es auch zu Wechselwirkungen bei der parallelen Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln. Bekannt hierfür sind unter anderem L-Tryptophan, Johanniskraut, Hopfen und Melatonin.

Wer CBD nicht einnehmen sollte: Kindern und Jugendlichen wird die Einnahme generell nicht empfohlen. Hierzu fehlen noch wissenschaftliche Erkenntnisse. Ebenso Schwangeren sowie stillenden Müttern raten wir davon ab.

Was ist beim Kauf von CBD-Öl zu beachten?

Wer nun selbst CBD-Produkte ausprobieren möchte, der sollte aus den genannten Gründen mit dem erwähnten Öl einsteigen. Hierfür geben wir folgende Aspekte zu bedenken:

  • Es sollte sich stets um ein sogenanntes Vollspektrum-Extrakt handeln. Denn Untersuchungen haben ergeben, dass dieser Verbund die größte Wirkungseffizienz erzielt. Im Handel sind auch CBD-Isolate erhältlich, welche jedoch synergetische Effekte vermissen lassen.
  • Anbau und Verarbeitung sollten klar definiert sein. Die Herkunft vom CBD-Öl sagt mitunter viel über dessen Qualität aus. Ein gewisses Reinheitsgebot befolgen nicht alle Produzenten. Dadurch kommt es vor, dass bspw. Schwermetalle und Umweltgifte ins das Öl gelangen. Niedrige und hohe Qualitätsansprüche erklären die recht großen Preisunterschiede am Markt.
  • Der Zusatz „CO2-Extraktion“ steht ebenfalls für eine bessere Qualität. Dann nämlich verzichtet der Hersteller auf bedenkliche Lösungsmittel. Stattdessen kommen niedrige Temperaturen und hoher Druck zum Einsatz. Was eine deutlich schonendere Extraktion ermöglicht und die wertvollen Inhaltsstoffe erhält.
  • Idealer Weise lässt sich der Hersteller den CBD-Gehalt seiner Produkte extern nachweisen. Um diese Zertifizierung präsentieren zu können. Leider kommt es immer wieder vor, dass eine niedrigere CBD-Konzentration enthalten ist als versprochen.

Unter diesen genannten Aspekten ist das Preis-Leistungs-Verhältnis gut zu erklären. Herstellungsweise und Konzentration bestimmen, wie hochwertig das CBD-Produkt ist und sein Preis als gerechtfertigt bezeichnet werden darf.

CBD-Öl oder Hanf-Öl kaufen?

Für den Laien mag dies dasselbe sein. Immerhin wird CBD aus der Hanfpflanze gewonnen. Vom Inhalt her und beim Preis, macht es jedoch einen großen Unterschied aus. Hanf-Öl findet sich in der Küche wieder. Es enthält keine oder nur geringe Spuren von CBD. Für die Gesundheit erzielt es damit keinerlei Wirkung. Stattdessen wird es als Geschmacksträger beim Braten (nicht zu hoch erhitzen!) sowie an Salaten verwendet. Manche backen damit auch ihre Kuchen und Muffins. Jedoch ohne den berüchtigten Rausch danach.

CBD-Öl hingegen kommt in kleineren Flaschen daher. Was seiner hohen Konzentration geschuldet ist. Denn es bedarf nur weniger Tropfen, um wirken zu können.

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