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Arten des Cannabisanbaus: Ein umfassender Leitfaden für ambitionierte Grower

Einführung

Weltweit setzen Grower diverse Trainingsmethoden ein, um das Wachstum ihrer Cannabispflanzen zu beeinflussen und zu fördern. Mit deren Hilfe erhält man stärkere, buschigere Pflanzen mit höheren Erträgen. Auch wenn es zunächst etwas entmutigend klingt, erfordert das Meistern von Trainingsmethoden nur ein wenig Übung, und selbst Einsteiger können von ihnen profitieren.

Warum Pflanzentraining wichtig ist

Das Training von Pflanzen ist die einfachste – und eindeutig natürlichste – Art, die Ernteerträge zu steigern. Ob man die Pflanzen nun trainiert, damit sie in einen kleineren Grow-Bereich passen, oder einfach nur, um eine fette Ladung Blüten zu ernten, für jeden Grow-Room gibt es eine passende Trainingsmethode. Solche Techniken vermeiden die Notwendigkeit, Chemikalien einzusetzen, um gleiche Ergebnisse zu erzielen. Also schnell die Gartenhandschuhe anziehen und eine der folgenden Trainingsmethoden ausprobieren!

Trainingsmethoden im Überblick

1. Topping und FIM

Topping

„Topping“ beschreibt den Vorgang, bei dem man die Spitze des Hauptstamms abschneidet. Als Folge konzentriert die Pflanze ihre Energie auf die nächsten beiden Zweige. Das Topping wird zunächst am zentralen Hauptstamm vorgenommen, wodurch die beiden sekundären Stämme zum Ausgleich stärker wachsen.

FIM (Fuck, I missed)

„FIM“, auch bekannt als „Fuck, I missed“, wurde angeblich von einem Grower entdeckt, der beim Versuch, seine Pflanzen wie gewohnt zu toppen, etwas zu wenig vom Stamm abschnitt. Macht man alles richtig, sollten sich die beiden sekundären Stämme wie gewohnt entwickeln, allerdings entstehen zwei bis vier zusätzliche Stämme, die direkt aus dem hinterbliebenen Stammrest emporwachsen.

2. Supercropping (High-Stress-Training)

Supercropping, auch bekannt als High-Stress-Training (HST), ist eine Technik, bei der der Stamm zwischen den Fingerspitzen eingeklemmt und geknetet wird, bis der innere Teil des Stamms bricht – macht man es richtig, bleiben die äußere Schicht und die „Rinde“ jedoch intakt. Der Stamm kann sein eigenes Gewicht dann nicht mehr tragen und biegt sich folglich nach unten.

3. Low-Stress-Training (LST)

Low-Stress-Training (LST) bezeichnet Trainingsmethoden, die nicht invasiv sind und die Pflanzen nicht so sehr stressen wie Topping oder Supercropping. Low-Stress-Trainings zielt im Grunde darauf ab, die Lichteinwirkung auf einen möglichst großen Teil der Pflanze mit Hilfe von Drähten, Schnüren oder Jo-Jos zu maximieren.

4. Entfernen unterer Zweige und Lollipopping

Entfernen unterer Zweige

Bei dieser Technik wird der Großteil der Blätter und Zweige des unteren Drittels der Pflanze entfernt, um die Pflanze zu ermutigen, ihre Energie zu den oberen Blütenstandorten zu leiten.

Lollipopping

In dieser extremen Form wird diese Methode bereits nach der zweiten Woche der Blütephase durchgeführt. Das Resultat sind Pflanzen mit einer einzigen zentralen Cola und ohne seitliche Verzweigungen, was die Bildung massiver zentraler Colas ermöglicht.

5. Sea-of-Green-Methode (SOG)

Die Sea-of-Green-Methode verkürzt die Dauer der Wachstums- und Blütephase einer Cannabispflanze und sorgt für höhere Erträge. Die Pflanzen werden früher als üblich zur Blüte gezwungen, was gedrungenere Pflanzen zur Folge hat, die insgesamt mehr Licht bekommen.

6. Screen-of-Green-Methode (SCROG)

Die Screen-of-Green-Methode basiert auf dem gleichen Prinzip wie die Sea-of-Green-Methode, mit dem Unterschied, dass dabei ein Netz verwendet wird. Das Netz kontrolliert die Höhe der Pflanzen und ermöglicht es, die Zahl der Blüten zu steigern, indem die Pflanzen darin „eingeflochten“ werden.

Die Bedeutung der richtigen Anbauweise

Mit der Zustimmung des Bundesrats wurde der Weg für die Legalisierung endgültig freigemacht. Das bedeutet, dass seit dem 1. April die Freigabe von Cannabis zu Genusszwecken, wie vom Bundestag beschlossene Sache ist. Diese historische Entscheidung markiert den Startschuss für den legalen privaten Cannabis Anbau in Deutschland. Um dich bestmöglich auf diesen neuen Abschnitt vorzubereiten, haben wir alle wichtigen Informationen zu Anbauverfahren und den erforderlichen Produkten bereits für dich zusammengestellt.

Indoor vs. Outdoor Anbau

Indoor-Anbau

Wir empfehlen den Indoor-Anbau. Auf diese Weise kannst du deine Pflanzen am einfachsten vor dem Zugriff durch Unberechtigte schützen. Außerdem hast du die volle Kontrolle über die Anbaubedingungen und kannst deinen Ertrag maximieren.

Outdoor-Anbau

Selbstverständlich kannst du dich auch für den Anbau einer Hanfpflanze im Garten, auf deinem Fensterbrett oder Balkon entscheiden. In unserem großen Archiv findest du die passende Anleitung für jede Herangehensweise.

Growbox Komplettset

Mit einem Growbox Komplettset bekommst du alles, was du benötigst, um direkt mit dem Anbau loslegen zu können. In diesem Beitrag haben wir für dich Premium-Produkte miteinander verglichen.

Häufig gestellte Fragen zum Eigenanbau

Wann darf man Cannabis anbauen?

Privatpersonen dürfen seit dem 1. April legal Weed bzw. Marihuana anbauen. Dagegen dürfen Cannabis Clubs wohl erst ab dem 1. Juli mit der Cannabis Anzucht beginnen.

Wer darf Cannabis anbauen?

Vorgesehen ist, dass Privatpersonen und spezielle Vereinigungen (Cannabis Social Clubs bzw. Anbauvereinigungen) Hanf anbauen dürfen. Privatpersonen müssen jedoch mindestens 18 Jahre alt sein und zudem sind die Cannabis Pflanzen im Eigenanbau vor dem Zugriff durch Kinder und Jugendliche zu schützen.

Wie viel Cannabis Pflanzen darf man zu Hause haben?

Das Cannabisgesetz legalisiert den Hanfanbau von bis zu drei weiblichen Cannabis Pflanzen pro Person.

Wie viel Platz für drei Cannabis Pflanzen?

Wenn man die Cannabis Pflanze indoor anbaut, benötigt man für drei bis vier Cannabis Pflanzen in etwa einen Quadratmeter Fläche.

Fazit

Mit den verschiedenen Trainingsmethoden kannst du den Ertrag deiner Cannabispflanzen maximieren und die Qualität deiner Ernte verbessern. Ob Topping, FIM, Supercropping, LST, das Entfernen unterer Zweige, die Sea-of-Green- oder die Screen-of-Green-Methode – jede Technik hat ihre eigenen Vorteile und kann an die spezifischen Bedürfnisse und Bedingungen deines Anbaus angepasst werden. Nutze die neuen gesetzlichen Möglichkeiten und werde ein erfolgreicher Cannabis Grower!

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